
Ein sagenhafter Endspurt von 14 Siegen in Folge brachte dem BSV Bingum in der vergangenen Saison die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Kreisliga. Vor fünf Jahren war ihnen das zuletzt gelungen, nach nur einer Saison ging es jedoch schon zurück in die 1. Kreisklasse. Dieses Mal soll es zu mehr als einem einjährigen Gastspiel reichen.
Großen Anteil am Aufstieg Bingums hatte Lutz Ammersken, der am 17. Spieltag die Nachfolge Arndt Watzemas als Trainer antrat und alle restlichen Ligaspiele gewinnen konnte. Kurzzeitig hatte der Erfolgscoach gezögert, sein Engagement als Trainer Bingums auch in der kommenden Saison fortzuführen. Nicht zuletzt das Potenzial der Mannschaft hat ihn vom Weitermachen überzeugt: »Die Mannschaft setzt genau das um, was ich von ihr sehen möchte. Jeder zieht voll mit, auch zwischenmenschlich passt es. Da mache ich mir keine Sorgen über die Saison in der Kreisliga, wir werden sicherlich kein Punktelieferant.«
Nicht wie beim letzten Mal
Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass Bingum im Vergleich zum letzten Aufstieg vor fünf Jahren ein erfolgreicheres Jahr in der Kreisliga bevorsteht. Damals war die Euphorie nach der Meisterschaft schnell verflogen, die Vorbereitung war schleppend verlaufen, am Ende stand der Gang zurück in die 1. Kreisklasse. Jetzt stehen die Vorzeichen günstiger. Zwar verlor man das erste Testspiel gegen Ihrhove durch einen späten Gegentreffer mit 2:3, Ammersken war von seinen Mannen dennoch sehr angetan. »Obwohl uns ein paar Leute fehlten, haben wir gegen einen Bezirksligisten eine ganz starke Leistung gezeigt.« Auch mit dem Abschneiden beim Rheiderlandpokal (4:1 gegen Heidjer II, 1:2 gegen Jemgum) zeigte sich Ammersken trotz des Ausscheidens gegen Ligakonkurrent Jemgum zufrieden.
Kaum Änderungen im Team
Das größte Faustpfand Bingums für die kommende Saison ist sicherlich, dass das Aufstiegs-Team fast vollständig zusammen bleibt. Als einziger Abgang ist Ersatztorwart Marcel Wilbers zu verzeichnen, den es zur Jemgumer Reserve zieht. Zu chancenlos war der junge Keeper gegen Thorsten Harms, der sich als verlässlicher Schlussmann zu einem der Garanten für den Aufstieg entpuppte. »Einer, wenn nicht sogar der beste Torwart im Kreis«, zieht Ammersken vor Harms den Hut. Umso mehr freut es den Trainer, dass sein Keeper die zahlreiche Offerten anderer Vereine ausgeschlagen hat und mit Freude weiter in Bingum spielt. Mit den ehemaligen A-Jugendlichen Timo Büürma und Thilo Köhnke kommt zudem etwas frisches Blut in den Bingumer Kader. »Beide machen sich sehr gut, die vielleicht noch fehlende körperliche Robustheit kriegen wir auch noch hin«, macht Ammersken Mut.
Spielweise beibehalten
Zwar erwartet Ammersken in der Kreisliga nun spielstärkere Mannschaften als Gegner, die Spielweise seines Teams möchte er jedoch nur in den seltensten Fällen umstellen. »Klar, wenn Burlage, Ostrhauderfehn oder Bunde II kommen - für mich die Meisterschaftsfavoriten - dann müssen wir schon aus einer etwas massiveren Abwehr heraus spielen. Ansonsten möchte ich aber nicht zu viel umstellen. Wir haben ein spielstarkes Mittelfeld und schnelle Stürmer, diese Vorteile müssen wir nutzen.«
RZ-Prognose
Gelingt dies, sollte Bingum die Erinnerungen an die letzte Kreisliga-Saison schnell vergessen machen und das vom Trainer ausgegebene Ziel erreichen: einen gesicherten Mittelfeldplatz. jpb

Der BSV Bingum vor der neuen Saison mit (oben v. l.) Trainer Arndt Watzema, Sascha Büürma, Gerrit Bruns, Matthias Frikke, Markus Berghaus, Henning Albers, Nils Schmidt, Alexander Ellenberger sowie (unten v. l.) Marcel Wilbers,Thorsten Harms,Thomas Veldkamp, Frank Hollenbach, Friedo Busemann und Christian Roelfs. Es fehlen: Kai Schlenkermann, Ralph Santjer,Tido Tergast, Jan Ubbens,Wilko Ammersken, Daniel Martens, Lutz Rosema und Ubbo Stoermer. Foto: Bruins





