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Donnerstag, 17. Mai 2012
Mix aus »jung« und »erfahren« machtŽs

Nur mit Glück am Abstieg  vorbei geschrammt ist der MTV Ditzum in der vergangenen Saison. Der kleine Kader und hohe Niederlagen lasteten schwer auf der Mannschaft.  Mit neuen »alten«,  weil reaktivierten Kräften soll jetzt noch einmal neu gestartet werden - die Spielfreude hat das MTV-Team bereits wiedergefunden, so der  neue Trainer Heiner Pollheim.

0:9 gegen den TuS Weener II, 1:9 gegen den SV »Ems« Jemgum II, 0:7 gegen den TV Bunde III - hart einstecken musste der MTV in der vergangenen Saison. Der geplante Neustart für die Spielzeit ging nach hinten los. »Der Kader war zu klein - das steht fest«, erklärt Heiner Pollheim, der seit Jahren kaum ein Spiel der Ditzumer verpasst und seit Juli Trainer des Teams seiner Wahlheimat ist. Kaum verwunderlich, dass sich bei so hohen Pleiten gegen Saisonende eine »mangelnde Einstellung«, so Pollheim, im Team breit machte. Dass die Ditzumer sich dennnoch in der 2. Kreisklasse halten konnten, verdanken sie auch dem TuS Holthusen II, der sich während der Spielzeit aus der Liga zurückzog. Trotzdem scheint die vergangene Pleite-Saison die Mannschaft zusammengehalten zu haben. Abgänge sind keine zu verzeichnen.

»Sehr gut verstärkt« in die neue Spielzeit
Mit in die Mannschaft bringt der neue Trainer »erfahrene Spieler. Jetzt haben wir eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern - und einen Kader von 22 Mann.« Der Stürmer Timo Schneider (zuvor VfL Jheringsfehn) »ist ein ganz wichtiger Mann« unter den Neuzugängen, der sich in der Vorbereitung sehr bewährt hat und zum Beispiel im Krombacherpokal den Ehrentreffer gegen Wymeer-Boen schoss. Aber auch in die reaktivierten Spieler aus der Ditzumer Meisterschafts-Mannschaft von +++, André Dinkela und Sven Friebel, setzt Pollheim viel Hoffnung. Sicher um ihr Können mit dem Ball ist der Coach auch bei Stefan Burlager, Dennis Hofmann und Fabian Müchler - obwohl die drei jahrelang keinen aktiven Fußball gespielt haben. Das letzte Mal kickten sie als Jugendspieler. »Die Technik ist da - nur die Kondition fehlt noch etwas.«

Nicht »das Ding nur nach vorne pöllen«
Begeistert ist Pollheim von der Spielfreude und dem Einsatz seiner 22 Mannen: »Euphorie ist da und die Trainingsbeteiligung ist hoch. In der Mannschaft steckt richtig Potenzial drin.« Damit sich dies Potenzial auf dem Punktekonto zeigen kann, setzt Pollheim als Basis auf eine starke Defensive. Hohe Niederlagen wollen die Ditzumer nicht mehr einstecken. Und Pollheim ist sich sicher: »Wir haben einen guten Torwart und die Abwehr ist auch wirklich gut.« Aus der gesicherten Abwehr soll es dann offensiv mit kurzen Pässen weitergehen. »Es geht nicht darum, das Ding nur nach vorne zu pöllen«, so der Coach auf »Ruhrpott-Deutsch«. Die Taktik soll zu erkennen sein und nicht nur »Stückwerk« sein, wie in der vergangenen Saison.

Rheiderländer sind Favoriten
Mit dieser klar strukturierten Strategie visieren die Ditzumer das obere Mittelfeld der zweiten Kreisklasse an. Auf den ersten Plätzen sieht Pollheim  den TV Bunde III und den TuS Weener II. Das Ziel der Ditzumer ist hoch gesteckt, das weiß Pollheim, aber: »Ich bin guter Dinge. In den Testspielen und im Rheiderlandpokal haben wir gegen höher klassige Mannschaften gespielt und uns gut verkauft. Gegen den TuS Weener I haben wir nur 4:0 verloren - früher hätten wir 16 bestimmt Gegentore kassiert.« Sein Problem: Fünf Stammspieler sind verletzt. Stürmer Bernhard Kutscher wird aufgrund einer Knieoperation wohl noch länger ausfallen. Die anderen Vier, Andre Dinkela, Friebel, Hofmann und Burlager, sind nur leicht verletzt und stehen, so hofft Pollheim, zum ersten Punktspiel wieder einsatzbereit auf dem Feld. Hinzu kommt, das der wichtige Mittelfeldspieler Christian Hartema bei den ersten Partien aus beruflichen Gründen nicht spielen wird.

RZ-Prognose
Mit dem Mix aus erfahrenen und jungen Spielern, die sich offensichtlich bestens arrangieren, geht der MTV gut aufgestellt in die Saison. Allerdings müssen die neuen »alten« Spieler sich noch an ihr wieder aktives Fußballer-Dasein gewöhnen: Vier von ihnen haben sich bereits leicht verletzt. Der große Kader kann dies quantitativ ausgleichen, ob das auch qualitativ gelingt, bleibt abzuwarten. Schafft das Team es, hohe, demotivierende Niederlagen abzuwenden, kann der Neustart funktionieren. Wenn dann noch der Zusammenhalt und die Euphorie bleiben, können die Ditzumer es ins Mittelfeld schaffen.    man

 

Der MTV Ditzum vor der Saison mit (hintere Reihe von links) Trainer Heinz-Bernd Pollheim, Bernhard Kutscher, Daniel Pudlitz, Jörn Smidt, Andre Dinkela, Jens Dinkela, Stefan Burlager, Andreas Hilbrands,Jens Duin, Manuel Pudlitz, (vorne von links) Dennis Hofman, Peter de Vries, Jannes Vietor, Andy Bültjer, Sven Friebel, Marco Diekmann und Kay Pommerening. Es fehlen: Ludwig van Vlyten, Sven Vietor, Christian Hartema, Thomas Erhardts und  Fabian Müchler.     Foto:  Bruins

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