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Donnerstag, 17. Mai 2012

In der vergangenen Saison sprang für die Sportfreunde Möhlenwarf trotz konstanter Personalnot ein zufriedenstellender siebter Platz heraus. Ein ganzer Schwung Neuzugänge aus der eigenen A-Jugend sollte die Personaldecke für die kommende Spielzeit entspannen. Gleichzeitig sieht Neu-Spielertrainer Rainer Hanneken sein Team wegen den vielen unerfahrenen Spielern erst einmal vor einem Übergangsjahr.

 

Im September 2010 stieß Hanneken zu den Sportfreunden. Damals noch als Feldspieler bzw. später auch zum Teil als Mann zwischen den Pfosten. Für die kommende Saison hat er nun das Traineramt von Albert Penning übernommen, der sich nach mehrjähriger Amtszeit eine Pause gönnt. Als diplomierter Sportwissenschaftler mit insgesamt dreijähriger Trainertätigkeit bringt Hanneken einige Erfahrung an seine dritte Station als Trainer mit. Dabei wird er nicht ausschließlich neben, sondern auch immer noch auf dem Platz zu finden sein. ?Wenn sich die jungen Spieler aufdrängen, habe ich auch kein Problem damit, nur am Spielfeldrand zu stehen?, so Hanneken.

Erfahrung sammeln oberste Priorität
Die Heranführung der vielen jungen Neuzugänge an den Herrenbereich gibt Hanneken als das oberste Ziel für die kommende Saison aus. Obwohl er sich generell zufrieden mit den ehemaligen A-Jugendlichen zeigt, ist ihm im Laufe der Vorbereitung dennoch aufgefallen, dass vereinzelt die Einstellung zum Fußball noch ausbaufähig ist. ?Einige werden es wohl nicht in die Mannschaft schaffen?, so die klare Ansage des Trainers. ?Ich habe hohe Anforderungen und stelle kompromisslos nach Leistung und Trainingsbeteiligung auf.? Vom ebenfalls noch recht jungen Stamm der Mannschaft würde er gerne sehen, dass sich einige der Etablierten als neue Führungsspieler hervortun. Hanneken ist bewusst, dass dieser Prozess einige Zeit in Anspruch nehmen wird: ?Das wird sicherlich ein bis zwei Jahre dauern. Das Ziel kann daher nur der Klassenerhalt sein. Höhere Ansprüche würden der Mannschaft nur unnötigen Druck auflasten.?

Vorbereitung mit Höhen und Tiefen
In der letzten Saison waren die Sportfreunde wegen ihres kleinen Kaders oft schon froh, wenn sie überhaupt Auswechselspieler auf der Bank hatten. ?Auf dem Papier sieht das mit 21 Spielern nun natürlich besser aus?, so Hanneken, ?aber wir haben ein paar Verletzte und einige mit Schichtarbeit. Wenn wir zu den Spielen 16-17 Mann im Kader haben, bin ich zufrieden.? Die Personalsituation hatte auch ihre Auswirkung auf den Verlauf der Vorbereitung. Sie fing gut an, wegen einigen Verletzten und Urlaubern gab es zwischenzeitlich jedoch einen kurzzeitigen Hänger. ?Nun geht es wieder bergauf?, freut sich Hanneken eine Woche vor dem Ligastart. Bester Beweis ist der 4:1-Erfolg seiner Mannen im Kreispokal gegen das favorisierte Holthusen. Dabei sind Siege vorerst nicht einmal das wichtigste für den Coach: ?Ich möchte mit Konzept spielen lassen, das müssen gerade die jungen Spieler erst einmal verinnerlichen. Lieber verliere ich da einmal, als mit irgendeinem Gewurstel zu gewinnen.?

RZ-Prognose
Für die Sportfreunde fällt eine Prognose der kommenden Saison besonders schwer. Viel wird davon abhängen, wie gut und schnell Trainer Hanneken die Integration der vielen neuen Spieler gelingt. Dass es klappen kann, hat nicht zuletzt der Sieg gegen Holthusen gezeigt, bei dem Youngster Nordbrock in seinem ersten Herren-Pflichtspiel gleich einen Hattrick hinlegte. Mit dem Abstieg sollte Möhlenwarf im Normalfall jedenfalls nichts zu tun haben, dafür ist allein die vielgefürchtete Offensive um Benjamin Penning und Uwe Maas zu torgefährlich.

 

Die Sportfreunde Möhlenwarf  I vor der Saison mit (obere Reihe von links) Gerwin Röskens, Hermann Ibo Engberts, Heiko Abbas, Martin Smid, Rainer Michels, Hauke Fokken, Jens Kappernagel, (mittlere Reihe von links) Ferdinand Klinkhagen, Rainer Hanneken, Björn Loeper, Martin Kappernagel, Nils Hübner, Heiko Engberts, Benjamin Penning, Betreuer Ralf Boelen, (untere Reihe von links) Ingo Hilbrands, Christoph Plagge, Hauke van Göns, Uwe Barth, Jan Bruins, Dirk Kappernagel .      Foto: Bruins

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