
In Jemgum ist man zufrieden mit der vergangenen Spielzeit, hat man doch das gesteckte Ziel eines einstelligen Tabellenplatzes mit Rang sechs locker erreicht. Aber es wäre noch mehr drin gewesen, zwischenzeitlich war der SV sogar Tabellenführer. In dieser Saison soll es weiter nach oben gehen, Trainer Stützer möchte sein Team in der Abschlusstabelle unter den ersten fünf sehen.
»Ärgerlich«, findet Rainer Stützer, der mittlerweile in seine fünfte Saison als Jemgumer Coach geht, »dass wir uns ausgerechnet am Saisonende unseren Tiefpunkt genommen haben.« Nur ein Sieg aus den letzten acht Partien führte dazu, dass aus einer guten Saison keine herausragende wurde. Besonders aber im Vergleich zur vorherigen Spielzeit, als die Rheiderländer teils gegen den Abstieg kämpften und am Ende auf Platz elf landeten, muss Rang sechs als Erfolg angesehen werden. Mit einem Platz unter den ersten fünf möchte Stützer in der kommenden Saison nun den nächsten Schritt gehen.
Sanfte Verjüngungskur
Ob dieses Ziel erreichbar ist, wird vor allem davon abhängen, wie schnell das verjüngte Jemgumer Team zusammenfindet. Mit den Abgängen der Routiniers Eudard Minz, Nils Hofmann und Uli Pals verliert Jemgum viel Erfahrung. Insbesondere Pals wird Stützer aufgrund seiner Laufbereitschaft und Kopfballstärke vermissen.
Auf Seiten der Neuzugänge stehen mit André Karper, Nils van Loh, Jan-Eike Düring und Timo Hübner vornehmlich Nachwuchsspieler aus der eigenen A-Jugend, was den Altersdurchschnitt auf ca. 23 Jahre senkt. Karper und van Loh haben in der vergangenen Spielzeit bereits im Herrenbereich ausgeholfen und erste Erfahrung sammeln können. Komplettiert werden die Neuzugänge von Maik Brauer, der aus der 2. Mannschaft aufrückt und mit 19 Treffern in der RZ-Torjägerliste auf Platz neun landete. Auch er hatte teils bei der Ersten ausgeholfen und dabei einen guten Eindruck hinterlassen. »Nun will ich das über eine ganze Saison sehen«, fordert sein neuer Coach.
Guter Start unabdingbar
Gerade für ein junges Team sind rasche Erfolgserlebnisse wichtig. »Daher wird es ganz wichtig sein, wie wir aus den Startlöchern kommen. In der restlichen Vorbereitung müssen wir alles dafür tun, dass uns das gelingt«, so Stützer. Bislang ist er mit der Vorbereitung zufrieden, auch wenn die reinen Ergebnisse gegen oftmals höherklassige Gegner durchwachsen waren. Der dritte Platz beim Rheiderlandpokal deutet aber an, was in der Mannschaft steckt. Stützer selbst, der in den vergangenen Jahren als Spielertrainer fungierte, wird das Treiben seiner Mannen nun erst einmal nur von außen beobachten. Damit fehlt Jemgum ein weiterer erfahrener Spieler auf dem Platz, was Stützer jedoch nicht besorgt: »Es rücken andere Spieler nach, die jetzt die Ärmel hochkrempeln. Björn Nannenga gefällt mir da besonders gut, er tut sich hervor und ist jetzt viel lautstärker auf dem Platz.«
Völlenerkönigs- und Ostrhauderfehn sind Favoriten
Am Spielsystem will Stützer keine großen Veränderungen vornehmen. Allenfalls die Balance zwischen Abwehr und Angriff muss neu justiert werden. »Mit den Neuen sind wir in der Offensive nun fast besser besetzt als letztes Jahr. Wir müssen nur aufpassen, dass das nicht zu Lasten der Defensive geht.« Als Favoriten auf den Titel sieht Stützer die Teams aus Völlenerkönigs- und Ostrhauderfehn. Auch Aufsteiger Bingum traut er eine erfolgreiche Spielzeit zu. »Vielleicht kommt es dazu, dass wir uns am Ende gegenseitig um Platz fünf streiten«, mutmaßt Stützer.
RZ-Prognose
Der Start in den Punktspielbetrieb wird wohl wegweisend für die junge Stützer-Elf sein. Ist das »Ems«-Team gut abgestimmt und aufeinander eingespielt, steht dem Punkten nicht viel im Wege - dann sollten die Tabellenränge um den fünften Platz absolut erreichbar sein. jpb

Der SV »Ems« Jemgum vor der Saison mit (obere Reihe von links) Christoph Behrends, Nils van Loh, Björn Nannenga, Maik Brauer, Masoud Noursad, (mittlere Reihe von links) Matthias Hilbrands, Matthias Giertz, André Hommers, Stephan Müller, Trainer Rainer Stützer, (untere Reihe von links) André Karper, Karsten Pilney, Jan Hommers und Uwe Kruse. Es fehlen: Andreas Witt, Jan-Eike Düring, Timo Hübner, Jörg Klinkenborg und Betreuer Olaf Even. Foto: Bruins





