
Nachdem das Team von Evert König letzte Saison nach drei Auf-taktniederlagen noch verlacht wurde, legte die junge Mannschaft eine beeindruckende Serie von 19 ungeschlagenen Spielen in Folge hin. Diese Serie gehört zu einer der besten, die in den vergangenen Jahren im Rheiderland aufgestellt wurden.
Solche Erfolge sind diese Saison sicherlich nicht das Ziel der Jemgumer. Trainer König stellt ganz klar, dass nur der Klassenerhalt zählt. Am Ende der Saison besser dazustehen als gedacht, ist möglich, aber wird nicht erwartet. Der direkte Wiederabstieg muss klar vermieden werden, das ist alles, was zählt.
Unsanftes Erwachen
Vorzeitig und unerwartet wurde das Team aus seiner Vorbereitung gerissen. Obwohl König eine Anfrage des Trainers vom SC 04 Leer, die Partie der beiden Teams auf den 7. August vorzuverlegen, ablehnte, musste König letzte Woche mit Entsetzen feststellen, dass das Spiel trotz seine Absage vorverlegt wurde. Ohne fünf Stammkräfte musste Jemgum so am Sonnabend gegen SC 04 Leer antreten.
Gleichwertig ersetzen
Mit Maik Brauer und Nils van Loh muss die 2. Herren dieses Jahr auf zwei Stammkräfte verzichten. Die beiden spielen von nun an für die 1. Herren der Jemgumer. Allerdings konnte das Team die Verluste durch gute Transfers kompensieren. So haben sich drei der Neuzugänge bereits einen Stammplatz erobert. Das insgesamt sehr junge Team zeigte gute Leistungen und hat eine glänzende Vorbereitung absolviert.
Konditionell topfit
Vor allem körperlich sind die Jemgumer fit. Kein Wunder bei Trainer König, der bereits seit vielen Jahren als Fitnesstrainer tätig ist. Sowohl Muskelaufbau- wie auch Konditionsübungen stehen bei ihm auf dem Programm. Seinen Spielern passt dies offensichtlich gut, denn mit einer Trainingsbeteiligung von durchschnittlich 13 bis 15, manchmal sogar mehr Spielern, liegt das Team im Spitzenfeld der Liga. Aber nicht nur die Quantität beim Training, sondern auch die Qualität stimmt. »Ich bin saustolz auf meine Jungs, weil sie selber vielen Sachen angepackt und durchgesetzt haben« freut sich König über die gute Arbeit der Mannschaft, die sich offensichtlich voll ins Zeug legt. Dass bei einem so großen Kader und einer starken Trainingsbeteiligung nicht jeder in der Startelf stehen kann oder damit rechnen darf, dass er als Erster eingewechselt wird, versteht sich von selbst. König würde gerne jedem Spieler eine Chance geben. Da man allerdings nur drei mal pro Partie wechseln darf, geht dies nicht. »Es ist leider so, dass nicht jeder spielen kann. Das finde ich sehr schade für die Jungs. Ich finde allerdings klasse, dass sie sich im Training trotzdem voll reinhängen.«
RZ-Prognose
Jemgum II muss diese Saison auf zwei Stammspieler der vergangenen Saison verzichten, hat allerdings mit vielen Zugängen Abhilfe geschaffen. Die Breite des Kaders und vor allem die Motivation, mit der die Mannschaft an den Start geht, spricht ganz klar für das junge Team. Wenn sie aus dem anspruchsvollen Saisonstart ein paar Punkte entführen könnten, wäre der Grundstein für den Klassenerhalt bereits gelegt. Das Zusammenspiel aus einer engagierten Mannschaft und einem Trainer, der im Stande ist, durch Motivation alles aus einem Team herauszuholen wäre nicht zum ersten Mal ein echtes Erfolgsrezept.
afr

Der SV »Ems« Jemgum um (hintere Reihe, von links) Carsten Voß, Markus Hilbrands, Markus Bärwald, Martin Reck, Sven Meyer, Iwo Boekhoff sowie (mittlere
Reihe, v.l.) Jürgen Bärwald, Tobi Oosting, Frank Sap, Andre Junker, Jens Wurps, Jan Plöger, Sebastian Voß und Evert König sowie (vordere Reihe, v.l.)
Jens, Mühlena, Dirk Rösing, Jens Diddens, Sascha Gustke, Alwin Mühlena und Malte Tietjens.





