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Donnerstag, 17. Mai 2012
Neuer Steuermann behält Kurs bei

Abgestiegen und doch die Klasse gehalten: Teutonias Reserve darf trotz verlorener Relegation weiter in der 2. Kreisklasse spielen. Trainerrückkehrer Friedhelm Antons strebt erneut den Klassenerhalt an

Ein einstelliger Tabellenplatz lautete in der letzten Saison die Zielsetzung von Trainer Michael Niemann. Letztlich hagelte es in 24 Spielen 20 Niederlagen bei einem Unentschieden und drei Siegen. Nur 15mal brachte das Team den Ball im gegnerischen Tor unter bei 96 Gegentreffern. Gerd Siemens war mit fünf Treffern bester Torschütze, gefolgt von Olaf Sap mit drei Toren. Nachdem Stapelmoor zweimal in den Abgrund geschaut hatte, gingen die Rheiderländer in der Vorsaison noch einen Schritt weiter. Am Ende profitierte Teutonia II vom Rückzug von Holthusen II und rettete sich in die Relegation gegen Holtland II, die allerdings mit 0:3 verloren ging. Weil aber einige Vereine im Kreis Leer ihre Mannschaft zurückzogen, bleiben die Grün-Weißen nun doch in der 2. Kreisklasse

Antons ist zurück
Nachdem Niemann im Anschluss an das Relegationsspiel seinen Rücktritt erklärt hatte, wurde zum wiederholten Mal ein neuer Trainer gesucht. Die Wahl fiel auf Friedhelm Antons. Der 43- Jährige war schon einmal als »Steuermann« für die 2. Herren verantwortlich: Von Oktober 2005 bis Juni 2007 und wurde Neunter und Achter. Im Anschluss kümmerte er sich um den Fußballnachwuchs. »Vor zwei Monaten bin ich von den ehemaligen A-Jugendspielern angesprochen und gefragt worden, ob ich Lust hätte«, sagt Antons. Daraufhin habe er durchaus lange überlegen müssen, schließlich ist er Schichtarbeiter und hat eine Familie mit zwei Kindern. Doch er sagt Ja.


3. Kreisklasse kein Thema
Überlegungen, nach den schwierigen letzten Jahren in der 3. Kreisklasse einen Neuanfang zu starten, gab es bei Antons nicht. »In dieser Beziehung bin ich sehr ehrgeizig. Das kam für mich nicht in Frage.« Das Potenzial sei da. »Es bringt den Spielern mehr, wenn sie auf höherem Niveau spielen.

Aufarbeitung
»Mit der Mannschaft ist ziemlich viel möglich, auch wenn es ein sehr schwieriges Jahr wird«, ist sich Antons sicher. Schließlich müsse aufgearbeitet werden, was zwei Jahre schief gelaufen sei. Was genau schief gelaufen ist, will Antons hinter sich lassen. »Dazu möchte ich mich nicht äußern.«

Nur ein Testspiel
Seit dem 2. Juli bereitet Antons Teutonias Reserve auf die neue Saison vor. Bei der Testspielniederlage gegen Möhlenwarf I sah er ein »sehr gutes Spiel«. Die Partie gegen Holthusen I musste er absagen, weil mehrere Spieler bei einem Festival in Cuxhaven waren.


Zehn Zugänge
Zehn neue Spieler sind im Sommer zum Team gestoßen, wobei Thole (Auslandaufenthalt) und Tjark Hoppen (studiert in Köln), die schon in der letzten Saison zum Einsatz kamen, gar nicht bzw. eingeschränkt zur Verfügung stehen werden. »Nico Wessels ist auch einer für die 1. Herren, wobei er noch in der A-Jugend spielen darf. Und auch Haje Kramer ist ein sehr guter Spieler«, sagt Antons.

Ausblick
Vorrangiges Ziel ist der Klassenerhalt: »Wenn sich die Jungs am Riemen reißen, ist alles möglich. Wir können viele Spiele hoch verlieren, aber auch für die ein oder andere Überraschung sorgen.« Die Mannschaft müsse ein halbes Jahr beißen, um eine Einheit zu werden. »Wir werden sehen und lassen uns überraschen. Die Jungs müssen mitziehen.«
dkr

Der SV Teutonia Stapelmoor II um (obere Reihe, von links) Christian Wolf, Bernd Knöttig, Thole Hoppen, Lars Oltrop, Ralf Silze und Nico Wessels sowie (mittlere Reihe, v.l.) Daniel Donker, Björn Knöttig, Florian Wessolly, Sebastian Schmieder, Helmut Feldkamp, Christian Gosseling und Friedhelm Antons (Trainer) sowie (untere Reihe, v.l.) Freerk Sanders, Jannes Pannenborg, Jann Karels, Kurt Sap, Haje Kramer und Tjark Hoppen. Es fehlen: Horst Sinning (Betreuer), Ubbo Rademacher, Daniel Teuchert, Martin Klinkenborg und Steffen Brauer.

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