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Donnerstag, 17. Mai 2012
Müseler - Vom Spieler zum Trainer

Jürgen Müseler wird den Fussballplatz diese Saison nur noch vor und nach den Spielen betreten. Nach 14 Jahren beim TuS hing er seine Fußballschuhe an den Nagel und nimmt von dieser Saison an auf der Trainerbank der Verlaatjer Platz.

Vor etwas weniger als zwei Monaten wurde Müseler mit beeindruckender Rückendeckung zum neuen Trainer gewählt. Seit dem Jahre 2010 fungierte er als Co-Trainer um den beruflich eingespannten Schulte zu entlasten. Neuer Co-Trainer wird der langzeitverletzte Stürmer Hinni Tammen. Dieser ist immer noch guter Dinge, den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können, weiß allerdings auch, dass eine vollkommene Genesung seines Knorpelschadens noch dauern könnte.

Taktisch keine Umstellung
Wie in der letzten Saison spielt Verlaat auch in dieser Spielzeit mit Libero. Nach einigen Experimenten in der Vorbereitung entschied Trainer Müseler, dass die getestete Viererkette sich als nicht sicher genug erwiesen hat.

Frisches Blut bringt neue Möglichkeiten
Trotz des alten Systems kann Verlaat andere Taktische Wege einschlagen. Mit der Verpflichtung von Behrens, hat der TuS nun einen Linksfuss im Mittelfeld aufzuweisen und kann so die Außen wesentlich besser bedienen. Behrens, der schon in der Jugend das Wappen Verlaats auf der Brust trug, kommt mit seinem Mannschaftskollegen Reck vom MTV Ditzum.

Einsatz ist wichtig
Nicht nur punktuell sondern auch flächendeckend hat sich der TuS Verstärkt. Mit dem großen Kader wäre eine Doppelbesetzung des Mittelfeldes möglich. Dies gibt Trainer Müseler mehr Flexibilität. Aber auch der Konkurenzkampf innerhalb der Mannschaft wird dadurch gestärkt. Der Konkurenzkampf, der schon bestand, als Müseler 1997 zum Team gestoßen ist, hat Verlaat immer gut getan. Die Qualität wird gesteigert, denn jeder Spieler fühlt sich durch den Einsatz seiner Mannschaftskollegen animiert, selbst alles zu geben. »Wer Leistung zeigt, der darf auch spielen« kommentiert Müseler die Spielerfrage und stellt noch einmal klar  »Mir persönlich ist die Trainingsbeteiligung sehr wichtig«.

Die Mischung machts
Ein Erfolgsrezept des Teams könnte die Mischung aus älteren, erfahrenen ?Recken? und jungen, motivierten Spielern sein, die mit ihren Ideen noch mehr Spielwitz einbringen könnten.

Guter Zusammenhalt
Auch der Zusammenhalt der Mannschaft stimmt. Alt und Jung arbeiten Hand in Hand. Dass Verlaat eine Einheit ist, zeigt auch die Liste der Abgänge, die man eigentlich nicht einmal Liste nennen kann. Lediglich Daniel Pastoor wechselt berufsbedingt zum SV Jemgum II. Sonst hat der TuS nur Neuzugänge zu verzeichnen. Allerdings fallen mit Schmidt, Buß und Tammen drei wichtige Spieler langzeitverletzt aus. Mit ihnen ist, wenn überhaupt, frühestens Anfang bis Mitte der Rückrunde dieser Saison zu rechnen.


RZ-Prognose
Jürgen Müseler kann sich diese Saison voll und ganz auf das Training konzentrieren, da er selbst nicht mehr spielen wird. Mit dem festen Kern der Mannschaft, aufgelockert durch neue, junge Spieler, ist Verlaat gut aufgestellt. Auch die Kaderbreite spricht für die Verlaatjer. Wenn dem TuS, anders als in der vergangenen Saison, das Glück hold ist, ist der angestrebte einstellige Tabellenplatz realis-tisch.    afr

Der TuS Ditzumerverlaat vor der neuen Saison.

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