Alice ePaper
Donnerstag, 17. Mai 2012
Neuen Kader mit Teamgeist beleben

Der TuS Holthusen hat in den letzten beiden Jahren eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich. In der vorletzten Saison wurde man noch souverän Meister der 1. Kreisklasse, ein Jahr später stand der postwendende Abstieg aus der Kreisliga zu Buche. Nun soll der TuS wieder in ruhigere Fahrwasser gebracht werden.

 

Der Frust über die vergangene Spielzeit ist bei Hinni Siemens auch mehrere Wochen nach Saisonschluss noch deutlich zu spüren. ?Das war schon sehr deprimierend?, gibt der Trainer des TuS Holthusen unumwunden zu. ?Wir hätten normalerweise viel weiter oben landen müssen. Aber einige Spieler hatten seit der Winterpause nur die Angebote anderer Vereine im Kopf, das hat Unruhe in die Mannschaft gebracht.? Tatsächlich scheint es mit der Einstellung und der Chemie des Teams nicht besonders gut bestellt gewesen zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, wie Holthusen 2010 einen neuen Torrekord (126) in der 1. Kreisklasse aufstellen konnte, um nur ein Jahr später mit den wenigsten Treffern aller Kreisligisten (36) wieder abzusteigen. ?Ich bin von vielen Spielern sehr enttäuscht?, lautet Siemens klarer Schlussstrich.

Personeller Neuanfang
Da trifft es sich gut, dass dem TuS Holthusen nun ein personeller Neuanfang bevorsteht. Über die Abgänge von Anatolij und Viktor Buksmann (TuS Weener), Dennis Smidt (unbekannt) und Waldemar Richert (Eiche Ostrhauderfehn) hat die RZ bereits berichtet. Aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen werden auch Stefan Nimpsch, Christopher Röttmann und Ihno Blauww ihre Fußballschuhe nicht mehr für Holthusen schnüren. Dimitri Patzer und Jens Byl werden aus Studiengründen nur noch selten das TuS-Dress tragen können. Diesem Aderlass stehen auf der anderen Seite ganze zehn Neuzugänge gegenüber. Die größten Hoffnungen setzte Siemens dabei auf das Heidjer Trio Stefan Santjer sowie Christian und Alexander Meyer. ?Die können alle was, sie werden beim Neuaufbau ganz wichtig sein?, so der Coach. Auch Manuel Remmers vom TuS Weener II traut er eine positive Entwicklung zu. Bei den weiteren Spielern - vorrangig aus der aufgelösten 2. Herren Holthusens - ist Siemens gespannt, wie sie sich in der 1. Kreisklasse bewähren.

Identifikation mit dem Verein
Mit diesem neuformierten Team möchte der TuS Holthusen nun wieder positivere Schlagzeilen schreiben. Wichtig ist dem Trainer vor allem, dass der Zusammenhalt im Team besser wird. ?Andere Teams aus der Umgebung, wie z.B. der SV Wymeer, halten immer zusammen und gehen durch dick und dünn. Bei uns war alles ganz toll, solange der Erfolg da war. Als es aber in der letzten Saison nicht lief, ist alles auseinandergerissen. Einige Spieler konnten einfach nicht verlieren.? Daher ist das vorrangige Ziel des Trainers, dass seine Mannen wieder einen guten Teamgeist entwickeln und mit Herzblut in Holthusen kicken. ?Wenn sich diese Mannschaft wieder mehr mit dem TuS Holthusen identifiziert, würde ich das ganz toll finden?, so Siemens.

RZ-Prognose
Nach den Turbulenzen des vergangenen Jahres backt der Meister und Rheiderland-Pokal-Sieger 2010 erst einmal kleinere Brötchen in der 1. Kreisklasse. Einen Platz unter den ersten Zehn würde Siemens bereits als Erfolg ansehen. Doch selbst um einen Mittelfeldplatz wird der TuS kämpfen müssen. ?Einige Spiele in der Vorbereitung waren ganz ok, bei anderen hätten wir mit der gezeigten Leistung selbst in der 1. Kreisklasse keine Chance?, warnt Siemens. Für das neuformierte Holthusen wird es daher vor allem darum gehen, schnell zueinander und zu einem stabilen Gerüst zu finden, um eine Wiederholung des vergangenen Jahres zu verhindern.

Der TuS Holthusem vor der Saison mit (obere Reihe von links) Ole Hoppen, Sven Lüdemann, Derk Schulte, Timo Auen, Ingo Arends, Anatoli Kobzew, Stefan Winterboer , (mittlere Reihe von links) Timo Bosman, Alexander Meyer, Christian Meyer, Benjamin Lüdemann, Timm Krause, Kevin Druivinga, Trainer Hinni Siemens , (unten von links) Jörn Schröder, Tim Winterboer, Manuel Remmers, Carsten Winterboer, Stefan Santjer und Tobias Draht.    Foto: Bruins

Diashow
Torschützenkönige
Ossilopp 5. Etappe
Anzeigen
Zalando Lounge