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Donnerstag, 17. Mai 2012
Dreesmann will Teamgeist schärfen

Die erste Saison nach dem Bezirksoberliga-Intermezzo war für den TuS Weener eine schwierige. Mit dünner Personaldecke sicherten sich die Weeneraner letztendlich aber souverän den Klassenerhalt und landeten auf einem zufriedenstellenden 10. Tabellenrang. Im kommenden Jahr soll für das Team um Trainer Thomas Dreesmann noch etwas mehr drin sein.


»Klassenerhalt war wichtig«
Nachdem Thomas Dreesmann das Traineramt von Hermann Eiting übernommen hatte, fing sich die Truppe nach durchwachsendem Saisonstart zunehmend und steuerte zielsicher die 40-Punkte Marke an. »Grundsätzlich war es aber eine schwierige Saison. Wenn mir jemand vor meinem Antritt als Trainer erzählt hätte, dass wir so schnell die 40 Punkte überschreiten, hätte ich ihm das nicht abgenommen«, resümiert der TuS-Trainer. »Für den TuS Weener war es natürlich sehr wichtig, dass die Klasse gehalten werden konnte, sonst hätten wir uns auch nicht personell in der Breite so verstärken können.« Tatsächlich standen den Rheiderländern oftmals nur wenige Spieler zur Verfügung, dies soll sich aber in der kommenden Saison ändern. Aber auch die Verantwortlichen im Umfeld dürften sich nicht zurücklehnen, so Dreesmann. »In Sachen Trainingsbedingungen, medizinische Versorgung, Sponsoring etc. sind wir noch nicht optimal aufgestellt.«

Verstärkungen in der Breite
Insgesamt werden fünf Spieler nicht mehr im nächsten Jahr für den TuS auflaufen, nämlich Stefan Winsenborg, Konstantin Bachmann, Daniel Betzold, Hauke Schüür und Detlef Köster. »Das sind herbe Verluste, denn durch die Abgänge ist unserem Team körperliche Robustheit verloren gegangen. Das sind alles Spieler, die draufgingen «, kommentiert Dreesmann. Den Abgängen stehen aber immerhin neun Zugänge gegenüber, sofern man Holger Harms, der bereits in der letzten Rückrunde für den TuS spielte, noch als Neuzugang betrachtet. Der Coach ist froh über die vielen Zugänge: »Noch eine Saison hätten wir mit so wenig Personal nicht überstanden.« Mit Anatolij Buksmann, Viktor Buksmann, Vitali Daniltschenko, Mario Leemhuis, Alfred Tamoschat, Benjamin Olthoff, Frank Wöste und Thomas Cassens wurden talentierte Spieler verpflichtet, die zudem noch in Weener und Umgebung beheimatet sind. Einen Qualitätsverlust sieht der Trainer aber nicht, vielmehr eine Qualitätsverlagerung: »Was uns an Robustheit fehlt, haben wir an spielerischer Klasse hinzugewonnen ? und die war im letzten Jahr nicht unsere Stärke.«

Taktik und Kameradschaft im Fokus
Die jungen Neuzugänge zeigten bereits gute Ansätze. »Einige sind die Gewinner der Vorbereitung«, so der Coach. In der Vorbereitung zeigten sich aber auch einige Baustellen, an denen Thomas Dreesmann arbeiten will: »Gerade im taktischen Bereich müssen wir uns verbessern. Das Spiel ohne Ball sowie das Umschalten von Abwehr auf Angriff und umgekehrt funktionieren noch nicht optimal. Und wir müssen die Unruhe abstellen, die aufkommt, wenn es gerade nicht so läuft.« Mit Letzterem bezieht sich der Trainer auf eine Schwäche, die auch im letzten Jahr schon vorhanden war: »Wir müssen mannschaftlich geschlossener zusammenstehen. Dann stimmt auch die Laufarbeit, wenn jeder für den anderen mitläuft.« In jedem Falle sieht sich Dreesmann aber gerüstet für die neue Bezirksliga- Saison, auch wenn ein Wiederaufstieg kein Thema ist. Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz »Sechs Mannschaften sehe ich auf Augenhöhe, darunter auch Bunde. Germania Leer und Esens sind vielleicht etwas herauszuheben«, schätzt der Trainer die Spitze der Bezirksliga ein. »Auf den weiteren Plätze sehe ich uns. Ein Platz zwischen 7 und 9 ist ein realistisches Ziel. Mit den ersten 6 möchten wir uns im Moment nicht auf eine Stufe stellen«, so Dreesmann weiter. Langfristig ist dem Coach zufolge ebenfalls noch kein weiteres Gastspiel in der Bezirksoberliga geplant: »Das Ziel muss lauten, über längere Zeit die Klasse zu erhalten und sich weiterzuentwickeln.«

RZ-Prognose:
Der große Kader birgt einerseits das Potential für eine spielerische Verbesserung. Andererseits müssen sich die Ergänzungsspieler aber auch mit ihrer Rolle zurecht finden, damit keine Unruhe aufkommt. Zieht die Mannschaft an einem Strang, ist eine Top-Ten-Platzierung mehr als machbar.«
ass

Der TuS Weener vor der Saison mit (obere Reihe v. li.) Co-trainer Michael Fokken, Ralph Terveen, Viktor Buksmann, Derk Schüür, Frank Wöste, Benjamin Olthoff, Mario Leemhuis, Alfred Tamoschat, Betreuer Stefan Meyer, Trainer Thomas Dreesmann, (mittlere Reihe v. li.) Teammanager Martin Daalmeyer, Anatoli Buksmann, Kevin Kessens, Dennis Boelen, Christian Boelsen, Mark Schüller, Peter Rand, Till Stettmeier (untere Reihe v li.) Stefan Suhlmann, Heiner Husmann, Marcel Benditz und Martin Meyer. Es fehlen: Thomas Cassens, Holger Harms, Thomas Janssen, Markus Janssen, Vitali Daniltschenko und Sören Pohl     Foto: Bruins

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