
In der vergangenen Saison sah es für die Reserve des TuS Weener lange Zeit so aus, als könne sie den direkten Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse schaffen, eine Niederlagenserie innerhalb der ?Englischen Wochen? beendete jedoch die Aufstiegsträume.
Das soll in dieser Saison anders werden. Obwohl das Ziel der vergangenen Saison (Platz 1 bis 5) erreicht wurde - Weener wurde am Ende Fünfter - kann das Team mit der Leistung nicht zufrieden sein. Dem Potenzial der Mannschaft entsprechend hätte sie den Aufstieg schaffen können. Wären da nicht die ?Englischen Wochen? gewesen. Durch mehrere verlegte Spiele kam es zu einer vierwöchigen Dauerbelastung. Innerhalb von einem Monat verspielte Weener so mit sechs Niederlagen aus acht Spielen den ersten Platz. Kampen führt diese Niederlagenserie auf Spielermangel zurück. »In manchen Spielen waren zwei Altherrenspieler dabei, damit wir überhaupt elf Spieler hatten«. Diese missliche Lage soll sich in der bevorstehenden Saison auf keinen Fall wiederholen.
Kader erweitert
Mit sechs Neuzugängen und vier Abgängen hält sich die Personallage in Weener ungefähr die Waage. Insgesamt kann Trainer Kampen in dieser Saison auf 23 fest in der 2. Mannschaft eingeplante Spieler zurückgreifen. Da sich unter ihnen jedoch viele Studenten, Schichtarbeiter oder Schüler befinden, weiß Kampen, dass sich der Kader an den Wochenenden deutlich verkleinern wird. Dass allerdings wie in der abgelaufenen Saison nur neun Spieler zur Verfügung stehen, kann diesmal nicht wieder vorkommen. Denn zum Stammkader gesellen sich noch die Spieler der 1. Herren, die dort nicht eingesetzt werden.
Die Mischung macht?s
Gerade diese Mischung aus erfahrenen Spielern der 1. Herren und jungen Spielern der 2. Herren macht für Kampen in dieser Saison den besonderen Anreiz aus. »Wenn die erfahrenen mit den jungen, wilden Spielern zusammenkommen, können sie viel voneinander lernen «. Dieses System sei für alle seine Spieler von Vorteil. Das Team werde gefestigt, verletzte Spieler würden langsam wieder an die Praxis herangeführt und könnten sich für die 1. Mannschaft der Weeneraner empfehlen.
Spieler in der Pflicht
»Der Abstieg war eine Katastrophe für den Unterbau des Verein«, redet Kampen nicht um den heißen Brei herum. Dass die TuS-Reserve nach dem Abstieg vorne mitspielen möchte, macht Kampen deutlich. »Platz 1 bis 5 muss sein. Ich habe den Jungs gesagt, das seid ihr dem Verein schuldig. « Er habe die Spieler in die Pflicht genommen und ihnen ins Gewissen geredet. Kampen betont: »Vom Potenzial her verlange ich Platz 1 bis 5.«
Personalfragen geklärt
Auch auf der Torhüterposition hat sich bei Weener etwas getan. Marcel Benditz, der als Ersatztorhüter der 1. Herren eingeplant war, wird für sein Warten mit Spielpraxis belohnt. Er wird jedes Heimspiel der Weeneraner als Stammtorhüter bestreiten und auch bei Ausfällen von Rethmeier und Husmann aushelfen. Sowohl Markus als auch Thomas Janssen werden von nun an für die 2. Mannschaft Weeners auflaufen, sofern sie spielbereit sind.
Dauerhaft oben stehen
Als ganz wichtig sieht es Kampen an, von Anfang an in der oberen Tabellenregion zu stehen und auch dauerhaft dort zu bleiben. Da er davon ausgeht, dass es im April und Mai abermals zu vielen Nachholspielen kommen wird und er in dieser Zeit auf viele Spieler verzichten muss, soll vorher schon viel klar gemacht werden. Zu den Zielen im Pokal gefragt, antwortete Kampen »nur im Pokal haben wir kein festes Ziel, aber das nächste Spiel gegen Möhlenwarf wollen wir auf jeden Fall gewinnen. Danach werden wir sehen, wie weit wir kommen.«
RZ-Prognose
Schon in der letzten Saison hatte das Team die Chance aufzusteigen. Wenn diesmal ein konstant großer Kader vorhanden ist, der auch qualitativ und vor allem kämpferisch mit den Ligakonkurrenten mithalten kann, kann das Kampen-Team den Aufstieg schaffen und das angepeilte Ziel (Platz 1 bis 3) erreichen.

Der TuS Weener II um (hintere Reihe, von links) Heiko Strache, Thomas Cassens, Timo Gersema, Sascha Hinderks, Christopher Schaudien, Matthias Fürst sowie (mittlere Reihe, v.l.) Mark Schüller, Marcel Schmidtke, Hauke Schulz, Florian Schulz, Tim Dannen, Markus Janssen und Wilfried Kampen sowie (vorne, von links)Timo Zillmer, Michael Santjer, Niklas Brinkmann, Ingo Rethmeier, Dennis Haase. Es fehlen Frank Schmidt, Oliver Auslitz, Stefan Schumann, Dennis Ritz, Marco Wessels und Richard Krenik.





