
hk Boen. »Gefunden in der Dunkelheit« nennt Amador Cicuendez Sepulveda die Ausstellung seiner menschengroßen und spielzeugkleinen Skulpturen aus Schrott.
»Der Titel regt die Phantasie an und ich denke, dass jeder vielleicht zu einem anderen Ergebnis kommt, wenn er über diese Arbeiten und darüber, wie sie entstanden sind, nachdenkt«, sagte Landtagsabgeordnete Johanne Modder aus Bunde am Sonnabend bei der Eröffnung. Die fand statt im Garten an der Siedlungsstraße in Boen, wo Sepulveda mit seiner Lebensgefährtin lebt und arbeitet. Ungefähr 30 Gäste lauschten erstaunt und zum Teil auch amüsiert den Entstehungsgeschichten der annähernd 50 Figuren und beweglichen Installationen.
»Durch die Ausstellung ist mir bewusst geworden, dass man aus dem, was die meisten Menschen achtlos wegwerfen, mit viel Phantasie und Geschicklichkeit auch was Schönes machen kann«, so Modder, die sich gemeinsam mit Ortsvorsteher Georg Huisinga über »die Bereicherung für die Ortschaft Boen und Gemeinde Bunde« freute.
Geschichten aus seiner spanischen Heimat, wie zum Beispiel die Abenteuer von Don Quichotte, dienen dem autodidaktischen Künstler als Vorlage. Der »Ritter von der traurigen Gestalt«, sein treuer Begleiter Sancho Pansa und sogar seine Geliebte Dulzinea sind gleich mehrfach aus Stahl und Blech im Garten zu sehen. Aber auch biblische Themen werden verarbeitet, und seiner Mutter hat der seit 1962 in Deutschland lebende ehemalige »Gastarbeiter« ebenfalls kunstvoll aus Schrott ein Denkmal gesetzt.
Für eine Verlosung stiftete Sepulveda drei seiner Werke; der Erlös kommt der Bunder Tagesförderstätte zugute.








