»Gemaltes Szenario«
Jemgum. Zum Bericht »Otter und Co.: Mehr Leben an die Ems« (RZ vom 14. Februar) schreibt Helmut Kaput aus Jemgum::
Das wär doch mal was... Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF sorgen für eine saubere Ems. In dem sauberen Wasser könnten wieder Fischchen schwimmen, sie könnten sich in große Reitgebiete an den Ufern der Ems zurückziehen, Fischotter und Seeadler hätten auch wieder genügend Nahrung und könnten ihre Jungen aufziehen, auf dem sauberen Wasser fahren wieder Schiffchen....
Ein gemaltes Szenario! Die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Ich wünsche den Umweltverbänden wirklich ein gutes Gelingen, aber ich befürchte, sie können den »Werkzeugkasten« wieder einpacken.
Helmut Kaput
Jemgum
»Mehr als überflüssig«
Weener. Zum Bericht »Neue Köpfe für die neuen Strukturen« (RZ vom 4. Februar) schreibt UWG-Ratsherr Dieter Weber:
Die Einrichtung einer Vollzeit-Arbeitsstelle im Rathaus für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist mehr als überflüssig.
Die auch von der Verwaltungsspitze eingeforderte Stelle ist ein selbst erstelltes Armutszeugnis.
Für eine kleine Stadt wie Weener muss es möglich sein, dass die vorhandene Verwaltungsspitze, die aus hoch dotierten Personen besteht, die anfallende Öffentlichkeitsarbeit leistet. Widerstand gegen die Einrichtung der oben genannten Arbeitsstelle ist nur aus der UWG und der Sozialen Fraktion gekommen.
Die Erklärung vom Gruppensprecher Karlheinz Hinderks, dass die Gruppe SPD/Grüne für diese Stelleneinrichtung war und ist, hat diesen Widerstand jedoch nutzlos gemacht.
Unverständlich ist, dass die politischen Parteien die Verschuldung der Stadt bei solchen Entscheidungen außer Acht lassen.
Dieter Weber
Weener
»Aufschub gewähren«
Stapelmoor. Zum Bericht »Roma nicht in den Tod schicken«, der in unserer Montagsausgabe erschienen ist, schreibt Bernhard Siemons:
Hierzu kann ich als Christ nur sagen: Gott vergib ihm, denn er weiß nicht, was er tut. Der Christdemokrat Uwe Schünemann, Innenminister des Landes Niedersachsen, begeht große Sünden. Er will drei Romafamilien in ein Land zurück schicken, in dem das Thermometer jetzt 28 Grad minus anzeigt. Ich bin ja auch dafür, dass Gesetze einzuhalten sind. Aber mit ein wenig Fingerspitzengefühl muss in dieser Angelegenheit doch wohl Aufschub gewährt werden können - es sei denn, Herr Schünemann geht gleich selbst mit in den Kosovo und haust dort in einer Unterkunft aus Brettern und Plastik. Wenn es ihm dann zu kalt wird, schickt er zumindest die Familien wieder zurück nach Deutschland. Herrn Schünemann sollte nur eine Hinfahrtkarte gewährt werden.
Diese Abschiebung ist vergleichbar mit der Anklage von Jesus, der ungerecht angeklagt und den Heiden überlassen wurde. Nachdem er gegeißelt, von Pilatus verurteilt und von Soldaten zur Kreuzigung übergeben wurde, folgte eine große Menschenmenge Jesus, sie klagte und weinte um ihn. Genau das sollten alle jetzt auch tun, die den Roma zur Seite stehen.
Es fällt auf, dass Jesus am Kreuz im Blick auf die Menschen, die ihn kreuzigten, sagte: Denn sie wissen nicht, was sie tun.
Dieser Satz aus Lukas 23, Vers 34, trifft auch in diesem Fall zu. Herr Schünemann gehört einer christlichen Partei an. Gerade von diesen Menschen erwartet man eine andere Haltung im Umgang mit Mitmenschen.
Bernhard Siemons
Stapelmoor
»Auslegungssache«
Weener. Zur Brandruine in Stapelmoor schreibt Bernd Seeringer aus Weener:
»Es ist schon merkwürdig, was ein Denkmalschützer als erhaltenswert ansieht. So mancher hässliche Betonklotz aus den 70er Jahren entging der Abrissbirne, weil eine Behörde ihn zum Zeitzeugen und damit zum Denkmal erklärte.
In Stapelmoor hat jemand vor vielen Jahrzehnten sein Haus an einen so ungünstigen Platz gesetzt, dass es heute die Verkehrssicherheit stark beeinträchtigt und vor allem den Blick auf das eigentlich wichtige Denkmal, die schöne alte Dorfkirche verstellt. Anstatt nach dem Brand endlich die Chance zu ergreifen, es abzureißen und damit das Erscheinungsbild des Dorfes aufzuwerten, erklärt ein Beamter die Ruine zum Denkmal und fordert den Wiederaufbau.
Denkmalschutz ist immer Auslegungssache und vielleicht sollten sich die Kirchengemeinde Stapelmoor und der Stadtrat von Weener einmal mit Herrn Juister zusammensetzen und ihn von seiner recht unverständlichen Ansicht abbringen. Man sollte auch Johanne Modder bitten, dem Landesdenkmalpfleger in Hannover einen entsprechenden Besuch abzustatten – er mag ja die Angelegenheit aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Besucher von Gottesdiensten und Konzerten könnten sich bei einem Erfolg wie alle Dorfbewohner über einen schön gestalteten, der alten Kirche angemessenen Zugang freuen.«













