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Auto prallt gegen Haus: Trümmerfeld in Holthusen

BMW-Fahrer bei schwerem Unfall verletzt


Da die Statik des Hauses erheblich beeinträchtigt war, wurde das Technische Hilfswerk (THW) angefordert, das umgehend Sicherungsmaßnahmen am Mauerwerk einleitete. © Foto: Rand (Feuerwehr)
Da die Statik des Hauses erheblich beeinträchtigt war, wurde das Technische Hilfswerk (THW) angefordert, das umgehend Sicherungsmaßnahmen am Mauerwerk einleitete. © Foto: Rand (Feuerwehr)

Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Kirchstraße in Holthusen ist ein Haus für längere Zeit nicht mehr bewohnbar. Ein Auto ist in der Nacht zu Samstag mit voller Wucht gegen eine Mauer geprallt und hat eine Ecke des Hauses komplett weggerissen.

Während sich der 23-jährige Autofahrer leicht verletzte, kamen die Bewohner mit dem Schrecken davon. Eine 43-jährige Frau und ihr 48-jähriger Mann schliefen zum Zeitpunkt des Unfalls im Obergeschoss, sagte ein Polizeisprecher der RZ. Das Ehepaar blieb unverletzt, musste aber anderweitig untergebracht werden. 

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 130.000 Euro. Der Pkw-Fahrer aus Weener wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wegen einer festgestellten Alkoholisierung, ein Atemtest ergab laut der Polizei einen Wert von 1,52 Promille, sei eine Blutabnahme erfolgt und der Führerschein beschlagnahmt worden.

Schneise der Verwüstung

Wie Feuerwehr-Pressesprecher Joachim Rand mitteilte, wurden die Feuerwehren Holthusen und Weener um 0.12 Uhr alarmiert. Im Kreuzungsbereich zur Straße „Zur Heide“ war ein Autofahrer mit einem BMW in einer leichten Kurve von der Fahrbahn abgekommen - er verursachte daraufhin eine Schneise der Verwüstung.

Der Pkw beschädigte zunächst einen Laternenmast, prallte anschließend mit großer Wucht frontal in das Mauerwerk des Wohnhauses und kam schließlich einige Meter weiter zum Stillstand. Auch ein Zaun wurde beschädigt. Trümmerteile des Fahrzeugs und des beschädigten Mauerwerks verteilten sich über mehrere Meter auf der Fahrbahn.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte der Insasse den BMW bereits verlassen, sodass eine technische Personenrettung durch die Feuerwehr nicht mehr erforderlich war. Nach einer Erstversorgung vor Ort durch den Rettungsdienst und einen Notarzt wurde die verletzte Person zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.

 © Penning (dpa)
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 © Rand (Feuerwehr)
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Das völlig zerstörte Fahrzeug wurde im Anschluss durch ein Abschleppunternehmen geborgen und abgeschleppt. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle weiträumig ab und stellte den Brandschutz sicher. Anschließend räumten die Einsatzkräfte die Trümmerteile von der Fahrbahn und Gehweg.

Statik beeinträchtigt: THW sichert Mauerwerk

Aufgrund der massiven Schäden am Gebäude wurde zudem der Energieversorger hinzugezogen, um das Wohnhaus vorsorglich von der Strom- und Gasversorgung zu trennen. Da die Statik des Hauses durch den Aufprall erheblich beeinträchtigt war, forderten die Einsatzkräfte das Technische Hilfswerk (THW) an, das umgehend Sicherungsmaßnahmen am Mauerwerk einleitete. Aufgrund der starken Beschädigungen und der Sicherheitsmaßnahmen am Gebäude mussten die Bewohner das Haus verlassen, sie wurden vorläufig anderweitig untergebracht.

Feuerwehr mehr als vier Stunden im Einsatz

Die Kirchstraße blieb für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten im betroffenen Bereich vollständig gesperrt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten nach über vier Stunden wieder einrücken.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Holthusen mit einem Löschgruppenfahrzeug sowie die Feuerwehr Weener mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einem Löschgruppenfahrzeug, der Hubrettungsbühne und einem Einsatzleitwagen. Unterstützt wurden sie von der Polizei, dem Rettungsdienst, dem THW und dem zuständigen Energieversorger.